Werbewirtschaft und Verantwortung

Macht Werbung Kinder krank?

20.06.2021

Im Zuge des Contentmarketings und der Weiterentwicklung der Social-Media-Kanäle erreicht uns Werbung immer subtiler auf verschieden Plattformen – also leise durch die Hintertür, dass wir nicht mehr bemerken, dass wir Werbeinhalte konsumieren. Oft ist das Erwachsenen nicht bewusst und können deshalb Kinder und Jugendliche nicht sensibilisieren. 

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat tausende Beiträge auf Social Media untersucht. Foodwatch sieht Handlungsbedarf. Nicht auf Anhieb seien die Beiträge, welchen Kinder und Jugendliche millionfach folgen, als Werbung für Junkfood zu erkennen. Anders als bei der klassischen Werbung (Zeitung, TV, Plakatwerbung) führt der Weg der Influencer-Werbung am elterlichen Einfluss vorbei direkt zu den Tablets der Kinder und Jugendlichen. In prägenden Jahren wird auf diese Weise ungesundes Essverhalten gefördert, führt vermehrt zu Fettleibigkeit und langfristig vermehrt zu Herzkreislaufkankheiten.

Dass Werbung als solche nicht mehr erkannt und unbewusst wahrgenommen wird ist gewollt um ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Auch wir sehen das sehr kritisch. Vielleicht gerade deshalb, weil wir die Wirkungsweisen solcher Mechanismen kennen. Die Werbeindustrie übt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Gesellschaft aus und trägt damit eine große Verantwortung gegenüber besonders Schutzbefohlenen wie unsere Kinder.

Foodwatch fordert Werbung für ungesunde Lebensmittel gesetzlich einzuschränken. Die Politik setzt weiter auf die freiwillige Selbstregulierung der Konzerne. 


Unsere Beiträge recherchieren wir sorgfältig. Es kann jedoch immer einmal vorkommen, dass die Ausführungen nicht ganz richtig sind.

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