Werbewirtschaft und Verantwortung

Tschüss Facebook & Co.!

31.10.2021

Vor gut einem Jahr hatte Patagonia, Hersteller von Outdoor-Bekleidung, alle bezahlte Werbung auf Facebook-Plattformen gestoppt. Der Grund hierfür sind Hassreden und Fehlinformationen, die über den Klimawandel und die Demokratie über diese Plattformen verbreitet werden. Auch jetzt – 16 Monate später – hält Patagonia an diesem Boykott fest und fordert andere Unternehmen dazu auf, das auch zu tun.

Zitat Patagonia-CEO Ryan Gellert (CNN): "Wir glauben, dass Facebook eine Verantwortung hat, sicherzustellen, dass seine Produkte keinen Schaden anrichten, und bis sie das tun, wird Patagonia weiterhin Werbung zurückhalten. Wir ermutigen andere Unternehmen, sich uns anzuschließen und Facebook dazu zu drängen, den Menschen und dem Planeten Vorrang vor dem Profit zu geben."

Jetzt haben die "Facebook Papers" die Entscheidung nochmals bekräftigt. Diese wurden von Whistleblowerin Frances Haugen (ehemalige Facebook-Mitarbeiterin) zur Verfügung gestellt. Die Inhalte wurden von US-Medien veröffentlicht. Zum Beispiel hatte CNN über koordinierte Gruppen berichtet, welche auf Facebook Hass und Gewalt streuen, u. a. gezielt vor dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021.

Gellert zeigte sich besorgt. Zitat: "Die internen Facebook-Dokumente, die in den letzten Wochen veröffentlicht wurden, haben unglaublich deutlich gemacht, dass sie den irreparablen Schaden kennen, den ihr Mangel an Verantwortungsbewusstsein ihren drei Milliarden Nutzern zufügt, und die zersetzenden Auswirkungen, die das auf die Gesellschaft hat [… und Facebook habe es wieder versäumt, dagegen etwas zu unternehmen…]".


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