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KI-Marketing 2026: Overhyped, Underhyped – und was wirklich Wirkung bringt

KI im Marketing: Zwischen Buzzword und Business-Realität

Künstliche Intelligenz ist im Marketing angekommen – endgültig. Doch je selbstverständlicher KI-Tools werden, desto deutlicher zeigt sich ein Problem: Nicht alles, was technisch möglich ist, ist strategisch sinnvoll.

2026 wird kein Jahr der großen KI-Revolutionen mehr. Es wird ein Jahr der Entscheidung: Welche KI-Anwendungen zahlen wirklich auf Marke, Wirkung und Wachstum ein – und welche produzieren nur noch mehr Lärm?

Zeit für einen nüchternen Blick auf das, was im KI-Marketing overhyped ist – und auf das, was underhyped, aber hochwirksam bleibt.


Overhyped: Diese KI-Marketing-Versprechen halten 2026 nicht mehr stand

1. Generative KI als Content-Maschine

Texte, Bilder, Videos, Captions, Claims – KI kann alles. Das Problem: Das können inzwischen alle.

Der Markt ist übersättigt mit:

  • SEO-Texten ohne Haltung
  • Social-Posts ohne Markenstimme
  • Kampagnen ohne Wiedererkennungswert

Mehr Content ≠ mehr Wirkung.
2026 entscheidet nicht die Produktionsgeschwindigkeit, sondern Differenzierung, Tonalität und strategische Führung.

Realistisch betrachtet:
KI ist ein hervorragender Sparringspartner – aber kein Ersatz für kreative Strategie, Markenverständnis und menschliche Intuition.


2. Vollautomatisierte Marketing-Entscheidungen

Die Idee klingt verlockend: KI analysiert Daten, optimiert Kampagnen, verteilt Budgets – ganz ohne menschliches Eingreifen.

Die Realität:

  • KI erkennt Muster, aber keine Bedeutungen
  • Sie versteht Korrelationen, aber keinen Kontext
  • Sie optimiert auf Ziele, die Menschen definiert haben

Strategie bleibt Chefsache.
KI kann Entscheidungen vorbereiten – aber nicht verantworten.


3. Hyperpersonalisierung bis zur Einzelperson

„Jede Nutzerin bekommt ihre eigene Botschaft“ – lange als Heiliger Gral gefeiert, 2026 zunehmend ernüchternd betrachtet.

Gründe:

  • Datenschutz & Regulierung
  • sinkende Akzeptanz bei Nutzer:innen
  • hoher technischer Aufwand bei begrenztem Mehrwert

Intelligente Segmentierung schlägt extreme Personalisierung.


Underhyped: Diese KI-Anwendungen entscheiden über Erfolg

1. KI-gestützte Marketing-Attribution

Eine der größten Baustellen im Marketing bleibt:
Was wirkt wirklich – und warum?

Hier entfaltet KI ihr echtes Potenzial:

  • Multi-Touch-Attribution
  • Mixed-Media-Modeling
  • realistischere Wirkungsprognosen

2026 gewinnt nicht, wer am lautesten wirbt.


2. KI für Brand Safety & Compliance

Kein Glamour-Thema. Aber ein massiver Hebel.

KI hilft dabei:

  • Markenrichtlinien konsistent einzuhalten
  • regulatorische Risiken früh zu erkennen
  • Kampagnen schneller freizugeben

Geschwindigkeit entsteht nicht durch weniger Kontrolle, sondern durch bessere Systeme.


3. Synthetic Data: Testen ohne Risiko

Echte Daten sind knapp, sensibel und teuer.
Synthetische Daten eröffnen neue Spielräume:

  • Kampagnen simulieren
  • Szenarien testen
  • Modelle trainieren – ohne reale Personen

Ein unterschätzter Schlüssel für Innovation im KI-Marketing.


KI-Marketing 2026 braucht kein neues Tool – sondern ein neues Mindset

Die wichtigste Erkenntnis:
KI ist kein Feature. Sie ist Infrastruktur.

Erfolgreiche Marken fragen nicht:

„Was kann KI für uns machen?“

Sondern:

„Welche Entscheidungen wollen wir mit KI besser treffen?“

Das erfordert:

  • strategische Klarheit
  • realistische Erwartungen
  • Teams, die KI verstehen – nicht nur bedienen

Fazit: Weniger Hype, mehr Haltung

KI wird das Marketing weiter verändern – aber nicht durch spektakuläre Spielereien.
Sondern durch:

  • bessere Entscheidungen
  • belastbarere Messbarkeit
  • sauberere Prozesse
  • klarere Markenführung

2026 gewinnt, wer KI nicht als Abkürzung nutzt – sondern als Verstärker guter Strategie.


Pepper&Brain-Perspektive

Wir glauben nicht an KI-Magie.
Wir glauben an kluge Systeme, klare Positionierung und kreative Führung – mit KI dort, wo sie wirklich Sinn ergibt.